Profit mit Not

Bericht: Stefan Apfl | Politik | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Das Innenministerium schreibt die Betreuung von Flüchtlingen neu aus - und tut alles dafür, dass karitative Organisationen beim millionenschweren Auftrag nicht zum Zug kommen

Wenn Franz Schabhüttl sagt, heute sei alles besser als früher, dann meint er mit früher auch die Massenschlägereien, die Missbrauchsvorwürfe und die Todesopfer. Und mit heute meint er jene "Betreuungsstelle Ost“, von der Besucher annehmen könnten, es handle sich um einen weiträumigen Wohnkomplex mit hohem Migrationsanteil anstatt um das Flüchtlingslager Traiskirchen.

Die Fassaden sind renoviert, die Wiesen gemäht, vorübergehende Asylwerber grüßen freundlich. Schabhüttl, ein Beamter des Innenministeriums, leitet die "Betreuungsstelle Ost“, in der vor dem Ersten Weltkrieg Kadetten, nach dem Zweiten Sowjettruppen und ab dem Ungarn-Aufstand von 1956 Flüchtlinge untergebracht wurden. Seit 20 Jahren arbeitet er hier, von den Veränderungen kann er nur schwärmen.

Er führt den Besucher zum "Asyl-Highway“,

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