Gedopte Nomaden in der Leopoldstadt

Politik | Hausbesuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Die Wiener Drogenszene macht in einem Zinshaus im zweiten Bezirk unerwünschte Hausbesuche. Von Seiten der Politik fühlt sich niemand verantwortlich

Einige Zeit nach der Eröffnung der U2-Station Taborstraße entdeckten die Mieter eines Gründerzeithauses in der Novaragasse 39 im zweiten Bezirk gebrauchte Einwegspritzen und Kanülen in ihrem Stiegenhaus. Genauer gesagt in der Bassena im Erdgeschoß, direkt vor der Wohnung einer serbischen Familie mit mehreren Kindern. Der Familienvater beseitigte sie. Kurz darauf fanden die Hausbewohner im Abgang zur Kellerstiege hinter einer Bank und einigen Säcken verrußte Alufolie.

Seit dem ersten Fund sind inzwischen eineinhalb Jahre vergangen, und im Stiegenhaus liegen täglich blutige Spritzen, Getränkedosen, die zum Aufkochen von Heroin benutzt wurden, und Alufolie mit Rückständen. Manchmal auch Lachen von Erbrochenem. Die Bewohner treffen direkt vor ihren Wohnungstüren auf junge Männer und Frauen, die sich auf den Gängen einen Schuss setzen


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