"Part of the game“ geht in die zweite Runde

Politik | Prozessbericht: Herwig G. Höller | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Nach der Prozessvertagung steht die politische Zukunft Uwe Scheuchs, des Chefs der Kärntner FPÖ, weiter auf dem Spiel

Ein kleines Tohuwabohu gleich zu Beginn: Im Klagenfurter Schwurgerichtssaal laufen fast alle Fernsehkameras Kärntens, Pressefotografen haben auf Dauerfeuer geschalten. Erhard Pieber von der Wiener Korruptionsanwaltschaft und die zwei Anwälte des Angeklagten, Ex-FPÖ-Justizminister Dieter Böhmdorfer und der Ex-FPÖ-Abgeordnete Rüdiger Schender, haben leichte Orientierungsprobleme - sie wissen nicht wohin. Erst Richter Christian Liebhauser-Karl klärt über den Hausbrauch auf: Sowohl Anklage als auch Verteidigung sitzen zur linken Hand des Richters. FPK-Chef Uwe Scheuch, Landeshauptmannstellvertreter und - wie man später vom Zeugen der Anklage hören sollte - der womöglich mächtigste Mann in Kärnten, muss hingegen alleine auf der Anklagebank Platz nehmen. Dafür ist der Saal voller Parteifreunde - mit Scheuch waren gleich drei von vier FPK-Landesregierungsmitgliedern


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