"Die Institute leben von der Hand in den Mund“

Politik | Interview: Ingrid Brodnig | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Sora ist insolvent. Überraschend kündigte das Wiener Forschungsinstitut ein Sanierungsverfahren an. Wie kam es dazu?

Christoph Hofinger ist einer der bekanntesten Meinungsforscher des Landes. Die Österreicher kennen ihn vom Wahlabend, an dem er aus dem ORF-Studio der Bevölkerung die Hochrechnungen seines Instituts Sora präsentiert.

Gemeinsam mit Günther Ogris gründete der Sozialforscher im Jahr 1996 Sora, nun muss das Institut ein Sanierungsverfahren beginnen. Es hat nach eigenen Angaben 313.000 Euro Schulden. Wie es nun weitergeht, erklärt Hofinger im Gespräch.

Falter: Herr Hofinger, Sora hat mehrere hunderttausend Euro Schulden. Wie konnte es dazu kommen?

Christoph Hofinger: Das Marktumfeld ist schwieriger geworden. Der Großteil unserer Aufträge kommt aus dem öffentlichen Bereich, dort wurden Budgets gekürzt oder Auftragsvergaben verzögerten sich. Hinzu kam, dass wir 2010 erstmals ein Minus machten. Wir konnten dieses Minus heuer nicht ausgleichen. Und dann gibt es noch eine


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