"Eigentlich war es Traumabearbeitung“

Politik | Interview: Armin Thurnher Barbara Tóth | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Josef Ostermayer erzählt, wie er in akribischer Verhandlungsarbeit die Ortstafellösung herbeiführte

Auf dem Boden hinter Josef Ostermayers Schreibtisch reiht sich Ordner an Ordner, beschriftet mit "OT1“ bis "OT11“. "OT“ steht für "Ortstafeln“, das Projekt, mit dem sich der Medienstaatssekretär und die rechte Hand des Kanzlers in den vergangenen eineinhalb Jahren am intensivsten beschäftigt hat. Es sind gut zwei Meter Archivmaterial, das Zeithistoriker einmal interessieren wird. Dem Falter erzählt Ostermayer, wie er erreicht hat, woran vor ihm vier Jahrzehnte lang Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, Wolfgang Schüssel und Alfred Gusenbauer gescheitert sind: den Streit um die Ortstafeln zu beenden.

Falter: Herr Ostermayer, ist Kärnten in den vergangenen Monaten Ihre zweite Heimat geworden?

Josef Ostermayer: Nun, es tun sich für mich ungewohnte Situationen auf. Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat mir vorige Woche gesagt, dass ich nicht nur einen Kärntner Orden bekomme, sondern


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