Schuhmacher einer besseren Welt

Politik | Fabriksbesuch: Nina Horaczek | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Im tiefsten Waldviertel ist Erfolg auch ohne Turbokapitalismus und schwarze Seilschaften möglich

Eine Simon-Wiesenthal-Biografie, "Geschichten aus der Bibel“ von Michael Köhlmeier, ein Permakultur-Buch, das Kamasutra und daneben "Zukunft entsteht aus der Krise“. Draußen weht der Geruch von gegerbtem Leder und Leim über den Hof. Drinnen, in der Teeküche, philosophiert Fabrikchef Heini Staudinger zwischen Bücherstapeln über Fragen, die schon Immanuel Kant beschäftigten: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Oder: Kann man Schuhe produzieren und dabei die Welt retten?

Im Waldviertel, an der Grenze zur Tschechischen Republik, beweist Staudinger, dass man nach anderen Regeln wirtschaften und trotzdem erfolgreich sein kann. Vielleicht auch gerade deswegen.

Mit seinen bald 30 Gea-Shops in Österreich, Zürich und Berlin, in denen ökologische Schuhe, Taschen, Betten und andere Möbel verkauft werden, sowie mit der in Schrems ansässigen "Waldviertler Schuhwerkstätte“


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