"Ich mochte vor allem die Liebeslieder“: Marco Eneidi, US-Saxofonist im Wiener Exil

Feuilleton | Andreas Felber | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Schallwellen scheinen zuweilen eine Vorahnung in sich zu tragen: "Vienna Blues“ heißt ein durch die Musik der Zweiten Wiener Schule inspiriertes Stück, das Marco Eneidi im Mai 2004 gemeinsam mit dem Bassisten Lisle Ellis und dem Schlagzeuger Peter Valsamis im heimatlichen Kalifornien aufnahm. "Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich wenige Monate später in Wien leben würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt“, sagt Eneidi heute.

Und doch passierte es: Seit Herbst 2004 lebt der 55-jährige Altsaxofonist in Österreich, dem Land, von dem er zuvor nur wusste, dass es "im Norden Italiens und westlich von Ungarn“ liegt. Und dass es dort neben Wien einen Ort namens Nickelsdorf gibt: Eneidi versäumte nach seinem Konzert bei den Konfrontationen 2004 den Rückflug und verlängerte kurzentschlossen seinen Österreich-Aufenthalt.

Es funkte: "Ich sah, dass hier die Mieten nur ein Fünftel dessen betragen, was ich in Kalifornien bezahle, dass die Krankenversicherung leistbar ist, und


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