Buch der Stunde

Immer noch Durst? Hör auf mit dem Scheiß!

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Dieses Buch werden die wenigsten Eltern ihren Kindern vorlesen, und das nicht nur, weil das Wort mit "Sch“ mehrfach vorkommt. Aber offenbar lesen sie es sich selbst vor. Vielleicht nachdem sie ihre Kleinen in einer mühevollen Prozedur und unter Verlesung von mindestens fünf Bilderbüchern ins Bett gebracht haben und der Restabend zu kurz ist und die Restenergie zu klein, um noch etwas "Richtiges“ zu lesen.

Adam Mansbach, 34 Jahre alt, ist Romanautor und New Voices Professor of Fiction an der Rutgers University. Seine Tochter Vivien ist drei Jahre alt und hat Einschlafschwierigkeiten. Das darf man sich ungefähr so vorstellen: "Die Fenster der Stadt werden dunkel. / Tief im Meer schläft ein Wal ganz allein. / Ein letztes Buch les ich vor, wenn du schwörst, / Danach schläfst du verdammt noch mal ein.“ Schon am Anfang der Zeremonie ungeduldig, schmeißt der Vater am Schluss die Nerven weg: "Während ich hemmungslos heule, / Träumt selig das Stachelschwein. / Ich bin ein Versager,


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