Neue Platten

Kurz besprochen

Feuilleton | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Pop 

Junior Boys: It’s All True Vor ein paar Jahren versuchte sich Jeremy Greenspan, die kühl croonende Hälfte des kanadischen Duos, an der Sinatra-Ballade "When No One Cares“. Die Junior Boys machen, um im Bild zu bleiben, Musik für die "Wee Small Hours of the Morning“ - erschöpft wirkenden elektronischen Pop, dem eine leichte Patina anhaftet, der gleichzeitig aber paradoxerweise auch zeitlos und modern klingt. Nach langer Übung gelingt dieser Spagat auf dem vierten Album, dessen Spannbreite vom übernächtigten Zeitlupenlied "Playtime“ bis zum eminent tanzbaren Rausschmeißer "Banana Ripple“ reicht, scheinbar mühelos. (Domino) sF

Jill Scott: The Light of the Sun Die afroamerikanische Soulpoetin zählt neben Erykah Badu zu den Individualistinnen des modernen R’n’B. Auf ihrem vierten Studiowerk zeigt sie das aber nur in sehr abgeschwächter Form. Wo früher Jazz- und Spoken-Word-Einflüsse Tiefgang suggerierten, ist "The Light of the Sun“ eine leichte Sommerplatte

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