Was fährt denn da?

50 Jahre 13A: viel Verdruss im Bus

Mobilitätskolumne

Stadtleben | Bericht: Stefan Hayden | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Schweißgebadete Fahrgäste, Hitzerekorde, lange Wartezeiten und überfüllte Busse: Die Linie 13A bietet immer wieder Anlass für Unmut. Vor 50 Jahren war das noch anders. Im Juli 1961 feierten 60.000 Menschen die Eröffnung der Busstrecke mit einem Festzug vom Südbahnhof zur Alser Straße. Damals wurden die Straßenbahnwaggons der Linie 13 durch Doppelstockbusse ersetzt. Doch die Freude über die neue Busverbindung währte nicht lange.

Helmut Portele, Gründer des Wiener Tramwaymuseums, erinnert sich an die Einführung der Busse vor einem halben Jahrhundert: "Sie wurden als Fortschritt verkauft. Die Wiener haben aber schnell erkannt, dass sie in Wahrheit ein Rückschritt waren.“

Die Stockbusse waren für die kurz aufeinander folgenden Haltestellen nicht geeignet, kaum jemand nutzte das Oberdeck. Das Unterdeck wiederum war überfüllt. Dazu kamen technische Unzulänglichkeiten: "Im Winter hat der Stockbus nicht einmal das Bergerl zur Mariahilfer Straße hinauf geschafft“, erzählt Portele.


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