Basics

So mögen’s harte Gärtnerbuam: raue Kost mit Roten Ruam

Grundkurs Kochen (129)

Stadtleben | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Sagen Sie jetzt nicht abfällig "Wintergemüse“. Genau jetzt schmecken Rote Rüben (Rote Beete) so fein wie nie, weil sie eben noch in der Erde waren und nicht, wie im Winter, aus dem muffigen Kellerloch kommen. Weshalb man mit frischen Roten Rüben eigentlich gar nicht viel anstellen muss, sondern sie unverkocht zu einem Salat verarbeitet. Rohkost klingt fürchterlich nach muffiger (schon wieder!) Reformhausküche. Aber so schmeckt das.

Und so geht das: Rote Rüben (pro Person ein mittelgroßes Exemplar) hauchdünn schälen und mit der Gemüsereibe fein raspeln. Wo wir schon beim Raspeln sind, reiben wir auch noch je nach Geschmack ein geschältes Stück Kren mit, und wer noch einen Apfel hat - rüber damit über die Reibe. Behutsam salzen und den Salat mit Apfelessig sauer machen. Ganz zum Schluss noch einen Schuss bestes wie geschmacksneutrales Pflanzenöl untermischen. Wer beim Essen kleckert, sollte anschließend vom Besuch einer Fête Blanche absehen.

Apropos: Blanchieren können Sie Rote Rüben natürlich auch. Besser ist dünsten. Rüben schälen, erst in einen Zentimeter dicke Scheiben, dann in Streifen und schließlich in Würfel schneiden. In einem Topf Pflanzenöl erhitzen, Gemüse dazugeben. Kurz anbraten und mit wenig Gemüsesuppe aufgießen. Bissfest garen, das dauert ungefähr zehn Minuten, regelmäßig umrühren. Salzen und pfeffern und mit einem Klacks Sauerrahm servieren. Wenn wir jetzt "mit gekochter Hirse“ schreiben, sagen Sie sicher "Reformhausküche“. Pah! cw


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige