Airpower 2011 und eine vertuschte rote Karte für Hannes Arch

Steiermark | Bericht: Herwig G. Höller | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Er ist der Lokalmatador und er gilt derzeit als bekanntester Kunstflugpilot Österreichs. Doch am ersten Airpower-Tag verletzte der für Red Bull fliegende Trofaiacher Hannes Arch mit seiner Zivko Edge 540 das Reglement. Mehrere Gesprächspartner, die anonym bleiben wollten, bestätigten, dass Arch deshalb am Freitag vom zuständigen Display Director Bernd Piff die rote Karte bekommen hatte. Die Veranstalter Red Bull und das Bundesheer versuchten, keine Details zu kommunizieren. In einer offiziellen Presseaussendung des Piloten war von einem "Betriebsproblem“ die Rede. Arch wollte gegenüber dem Falter keinen Kommentar abgeben.

Auf Anfrage erklärte der Bundesheersprecher für Airpower, Edgar Strasser, zunächst, nichts darüber zu wissen. Auch wollte er nicht darüber Auskunft geben, wer für das samstägliche Flugverbot verantwortlich gewesen sei. Anschließend begründete Strasser die Sperre mit einem Defekt von Archs Funkgerät, Details zu Auswirkungen bei der Präsentation am Freitag wollte er keine nennen. Abgesehen davon, dass diese Funkgeräteversion an das aus Hollywood-Filmen bekannte Motiv von Befehlsverweigerung erinnert, wirft die Sache Fragen auf: Welche Auswirkungen könnten diese Vorkommnisse für die Sicherheit von Piloten und Publikum haben? Dem Vernehmen nach war es nicht das erste Mal, dass rote Karten verteilt werden mussten.


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