Heidi List

Cook to Bang

Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Kolumnen | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Eine Crux, dieses soziale Netzwerkzeug. Heute dergoogelt man die Abgründe des anderen in drei Sekunden. Ich wurde jetzt von einem Freund aus Kindertagen facebookmäßig rausgeschmissen, der sich ursprünglich unglaublich gefreut hat, mich auf diesem Wege wieder aufzustöbern. Er ist aber jetzt ehrenamtlich in irgendeinem katholischen Umfeld für irgendeinen Priester tätig und will sehr gerne bitte nicht mit der Sexkolumnenfrau vom Falter befreundet sein. Feigling, der. Bin jetzt sehr froh, dass ich ihn, erstens, anno dazumal immer an den Ohren durch die Gatschlacken geschliffen habe. Und mich, zweitens, nie dafür entschuldigen konnte. Weil ich war ja schneller wieder entfreundet, als dass mir diese kindliche Laune von mir wieder hätte einfallen können. Na ja. Hätte er vorher googeln müssen, da wäre er schneller draufgekommen, was aus mir geworden ist. Obwohl schon ein seltenes Pech für ihn. Fast so unmöglich, wie einen Übersee-Urlaubsflirt mit jemandem zu haben, den man später googelt und über den zu lesen ist, er hätte ein Buch geschrieben namens "Cook to Bang“. So was passiert einem nicht. Niemals. Oder, Miss X?


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