Kunst Kritik

Die schwarze Nacht des Leoparden

Lexikon | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Architektur spielt eine bevorzugte Rolle in den Arbeiten von Jakob Kolding, der sich in der Vergangenheit mit urbanen (Sub-)Kulturen beschäftigt hat. Die neuen Collagen des 1971 geborenen Dänen, die unter dem Titel "The Uncertainty of the Stability“ in der Galerie Martin Janda zu sehen sind, haben hingegen etwas Bühnenhaftes an sich und lassen eine Menge historischer Referenzen erkennen, etwa an Max Ernsts Collagen oder modernistische Bauten. In seinen hocheleganten Arbeiten beweist Kolding ein besonderes Gefühl für Raum und er bezieht durch schwarze Wände auch die Galerie mit ein. In der Vitrinenarbeit "Species of Spaces“ baut Kolding filigrane Papierwelten auf, die an Filmsets denken lassen. Als Inspiration nennt er surrealistische Geschichten des Schriftstellers Julio Cortazár, aus denen auch der wiederkehrende Leopard stammt. ns

Galerie Martin Janda, bis 30.7.


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