Premiere

Die Klospülung war’s und nicht die Lerche

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Im Holzverschlag am Hof, genannt "Lustspielhaus“, wird es viel zu heiß. Das liegt an der nichtvorhandenen Lüftung, sicher nicht an Franzobels freier Übertragung von Romeo + Julia. Immerhin, seine gegen den Willen ihrer Familien Liebenden (Bernardin und Hirschal) aus der Badewannenabflussbranche, kalauern sich von einem schlichten Gag zum nächsten und dürfen in der Regie des Hausherrn Adi Hirschal sogar Gift und Korkenzieherselbstmord überleben. Es ist beinahe eine Kunst, wie viele seichte Wortspiele aus "Stöpsel“ zu ziehen sind. Wer Humor etwas unterhalb des Niveaus einer Simpl-Revue mag und Schlagern in sinnfreier Übersetzung etwas abgewinnen kann, ist hier richtig.

Wiener Lustspielhaus am Hof, Premiere Fr 20.00 (bis 3.9.)


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