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Untreue lohnt sich, oder auch nicht

Lexikon | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Beim Festival Esterházy gastiert die Kammeroper München mit dem Haydn-Pasticcio "Untreue lohnt sich, oder auch nicht“. Als Grundlage dient eine Komödie von Pierre Carlet de Marivaux aus dem Jahr 1723. Ein Prinz lässt ein Mädchen aus dem Dorf auf sein Schloss bringen, das aber seinen Kasper liebt. Um dem abzuhelfen, holt eine Hofdame diesen aufs Schloss und sorgt dafür, dass das Paar keinen Augenblick mehr getrennt verbringt, auf dass die Leidenschaft erlahme und die Lust auf Abwechslung erwache. Haydn selbst war diesbezüglich ein Experte, davon zeugen Opern wie "L‘Infedeltà Delusa“ (Die vereitelte Untreue), "La fedeltà premiata“ (Die belohnte Treue), "L‘Incontro improvviso“ (Die unverhoffte Zusammenkunft) oder "La vera constanza“ (Der flatterhafte Liebhaber), die alle zwischen 1773 und 1780 entstanden sind. HR

Schloss Esterházy, Haydnsaal, Di, Mi, 19.30 Uhr


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