Die Schuldenmacher und ihre Kinder

Politik | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Österreichs Schuldenberg wächst. Experten raten zu einer radikalen Pensionsreform. Aber die Politik scheut noch davor zurück

Analyse: Richard Wimmer

Bundesschatz“ steht in großen Lettern am mächtigen Portal der Wiener Seilerstätte 24. Wer hinter dieser Tür nach Österreichs Goldreserven sucht, wird enttäuscht werden. Mit sogenannten "Bundesschätzen“ verschuldet sich die Republik bei ihren Bürgern. An der feinen Adresse in der Wiener Innenstadt werden also Österreichs Schulden verwaltet. Deswegen hat auch die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) ihren Sitz hier. Die Zentrale des österreichischen Schuldenmanagements wirkt äußerlich wie ein Amt aus alten Tagen. Keine lichtdurchfluteten Glas-Stahl-Konstruktionen, kein Service-Center am Eingang. Ein dunkler Stiegenaufgang windet sich zwischen dicken Gemäuern hinauf zur weiß lackierten Eingangstür, auf der ein roter Bundesadler prangt, groß wie ein Autoreifen. Ein hoher schlichter Gang führt zum Büro von Martha


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