"Wir drinnen saugen die Zuneigung von draußen auf“

Politik | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Ein Sammelband rekapituliert den umstrittenen Tierschützerprozess und liefert Einblicke in den österreichischen Haftalltag

Rezension: Lisa Mayr

Im Morgengrauen des 21. Mai 2008 dringen Einheiten von Kriminalpolizei und Verfassungsschutz zeitgleich in 23 Häuser und Wohnungen in mehreren Bundesländern ein. Einige der Türen öffnen sie mit Rammböcken. Mit gezogenen Waffen holen sie Menschen aus den Betten, sie durchsuchen Zimmer und führen schließlich zehn Tierrechtsaktivisten in Handschellen ab. Der Vorwurf: Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation nach Paragraf 278a. Fast drei Jahre später, am 2. Mai 2011, werden alle Angeklagten in allen Punkten freigesprochen. Dazwischen liegen Monate der Untersuchungshaft und einer der umstrittensten Prozesse der österreichischen Justizgeschichte. Für die Aktivisten hat sich seither alles verändert - ein Leben wie vor dem Prozess können sie nicht mehr führen.

Was im Vorfeld und während des Prozesses geschah, das beschreibt


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