Technik  

Endlich kann man am iPad durchs Internet stolpern

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Prüfbericht: Thomas Vasek

Ein iPad ist eigentlich ein Wellnessgerät. Man möchte damit nicht arbeiten, sondern sich einfach nur aufs Sofa fläzen, gelegentlich lässig übers Display wischen, irgendein blödsinniges Video gucken - und sich dabei schön gemütlich betrinken. Im Web zu surfen, ist da schon fast zu anstrengend.

So gesehen fragt man sich, warum es für den iPad so viele Apps gibt, mit denen man irgendwas tun kann - und so wenige fürs Nichtstun.

Zum Glück gibt es jetzt das Social Network "StumbleUpon“ als iPad-App (genauer gesagt: ein wesentlich verbessertes Update). "Stumbeln“ ist ziemlich simpel. Man gibt einmal seine Interessensgebiete ein. Dann drückt man einfach nur noch auf den "Stumble“-Button und kriegt irgendeine Webseite angezeigt, die einem von einem anderen "Stumbler“ mit den gleichen Interessen empfohlen wird. In meinem Falle sind das "10 verschrobene Wissenschaftstricks für Partys“ - weiß der Teufel warum. Mehr muss man nicht tun. Zugleich glotzt einen das Gesicht des Menschen an, der einem die Seite empfohlen hat. Man kann sich dann natürlich anschauen, worüber dieser "Stumbler“ sonst so gestolpert ist. Aber man kann sich auch einfach darauf beschränken, immer wieder und wieder den "Stumble“-Button zu drücken - und sich von anderen berieseln zu lassen.

Irgendwie stumpfsinnig, aber ziemlich kurzweilig. Auch eine Art, einen heißen Sommertag mit seinem iPad zu verbringen.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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