Mit dem Kopf durch die Wand

Feuilleton | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Von Peking bis ins Kunsthaus Bregenz: wie der chinesische Künstler Ai Weiwei die Umarmung zwischen Kunst und Kapital sabotiert

Porträt: Matthias Dusini

Das magische Licht eines alten Hollywoodstudios trifft den Kopf eines ernsten Mannes. An der kahlrasierten Stelle tritt eine Wundnarbe hervor. Die Fotografin Gao Yuan machte das an die Aufnahmen von Filmdiven erinnernde Schwarz-Weiß-Porträt von Ai Weiwei anlässlich einer Ausstellung in München vor zwei Jahren.

Der Künstler kam damals mit einer Kopfverletzung nach Deutschland, die ihm von chinesischen Polizisten zugefügt worden war. Der Schmerz, das Licht und der Ernst: Das ist der Stoff, aus dem Ikonen gemacht sind.

Das Foto ging um die Welt, hing an Museumsfassaden und illustrierte Zeitungsmeldungen. Es begleitete Aufrufe zur Freilassung des im April inhaftierten Pekinger Künstlers. Nun prangt es auf der Einladungskarte des Kunsthauses Bregenz, wo vergangene Woche eine Ausstellung über Ai Weiweis Architektur eröffnet wurde. Parallel

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