Neue Bücher 

Feuilleton | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Kurz besprochen: Empfohlene Prosa für den Sommer und alle Lebenslagen

Ichs

Alissa Walser. Immer ich.

Piper, 160 S., € 17,50

Neun Geschichten, die zusammengehören, und dann wieder nicht - Alissa Walser ist nicht die Erste, die sich an dieser Form versucht; Daniel Kehlmann wählte in "Ruhm“ eine ähnliche Konstruktion. Und doch steht ihr Buch für sich, wegen der feinfühligen Sprache, der poetischen Beschreibungen und der klaren Bilder. Es erzeugt eine Sogwirkung, die in sein vertracktes Labyrinth hineinzieht.

Da gibt es etwa eine junge Frau, Nina, die in Brooklyn wohnt, sich ein Klavier wünscht und Küchenschaben sammelt. Oder Mona, deren Leben sich nur um Sohn Max dreht. Die Figuren stehen in keinem Zusammenhang. Oder doch? Gemein haben sie, dass sie Sinn und Halt suchen. Hinter dem "Ich“ im Titel steckt kein Held, kein Erzähler. Das Ich ist abstrakt. Es hat in jedem Text eine eigene Bedeutung. Mal geht es um das Ich, das andere in uns erkennen, mal um das selbstkritische Ich. Zunächst

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