Buch der Stunde

Am Ende hat man es überstanden

Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Maja Haderlap hat den Bachmann-Preis zu Recht bekommen. Was der in Klagenfurt präsentierte Ausschnitt aus "Engel des Vergessens“ versprach, löst der Roman ein. Er erzählt mit archaischer Wucht und doch beinahe leise vom Leben und Sterben im Grenzland zwischen Österreich und Jugoslawien und vom langen Schatten, den der 2. Weltkrieg und grausame Schicksale unter den Kärntner Slowenen bis heute über ganze Familien und Landstriche werfen.

Dass Haderlaps erstes Prosawerk, das auf zwei Lyrikbände in den 80er-Jahren folgt, stark autobiografische Züge aufweist, ist nicht von der Hand zu weisen. Wie Wirklichkeit und Fiktion in "Engel des Vergessens“ gewichtet sind, tut aber letztlich nichts zur Sache, weil es sich hier so oder so um große Literatur handelt.

Die Geschichte hebt an mit dem Kind und der Großmutter in der Küche des Bauernhofs. Das Kind versucht, sich in der Welt zu orientieren; die Welt, das sind für das Mädchen die Familie, der Hof und die Umgebung. Die Großmutter ist

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