Ohren auf  

Glückliche Kinder und ein seltsames Fieber

Sammelkritik

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Der freien Improvisation begegnet man im Jazz, in der Avantgardemusik und der experimentellen Elektronik. Keinen Platz hat sie im Alternative Pop. Oder besser gesagt: Sie hatte keinen Platz. Dann aber kam Das Fieber und hat ihn sich genommen.

Der Wiener Hipster-Haufen - Musiker treffen hier auf Modeschöpfer und Künstler - ist im Indiekosmos verwurzelt, anstatt Songs zu erarbeiten, setzt er bei seinen Liveperformances bisher aber lieber auf spontanes, freies Spiel. Im Eigenverlag ist mit "Das Fieber“ jetzt auch ein erstes Album erschienen (erhältlich als Vinyl-LP und Download). Aus mehrstündigen Studioimprovisationen wurden elf bei aller Eigenwilligkeit doch erstaunlich handliche und zugängliche Stücke destilliert. Benannt nach den Lieblingsparfums der fünf Fiebrigen, einen sie weggetretenes Gedaddel mit artsy Schwarzkittelrock, retrofuturistischem Klingklang und einem Paarlauf von Groove und Kakofonie.

Auch The Happy Kids sind mehr Idee und Konzept als Band im klassischen Sinn: Ihr


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