7 Sachen die Sie über KLIMAANLAGEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Warum auf einmal so viele Klimaanlagen?

Das Zauberwort heißt "Kühllasten“: Wärmeabgabe von Menschen, Beleuchtung und EDV usw.

Wie hoch ist ihr Verbrauch?

Anfang der 90er-Jahre wurden 18 GWh/a zur Kühlung von Büros verbraucht. Heute sind es jenseits der 121 GWh/a. Tendenz weiterhin steigend.

Woher kommt der Strom?

Von der Fernkälte. Sie kühlt seit 2006 "TownTown“ im dritten Bezirk mittels eigener Kältezentrale. 2009 ging die Fernkältezentrale Spittelau ans Netz. Mittlerweile werden AKH, Boku, Skyline und SMZ Ost beliefert; Hauptbahnhof und weitere Kranken- und Bürohäuser sind im Gespräch.

In den Öffis wird’s auch immer kühler ...

Ein Drittel (350) der Öffis ist inzwischen klimatisiert. Ab 25 Grad kühlt sie die Klimaanlage automatisch bis zu fünf Grad unter der Außentemperatur ab. Indem die Wiener Linien nur klimatisierte Fahrzeuge nachkaufen, soll nach und nach der gesamte Fuhrpark umgerüstet werden.

Ist das umwelttechnisch nicht schwer bedenklich?

Objektiv betrachtet schon, aber schließlich sind es die Fahrgäste, die wegen der Hitze lamentieren. Kleiner Trost: Die neuen Fahrzeuge kühlen mittels Energierückspeisung.

Wie funktioniert das?

Indem etwa ein Drittel der Bremsenergie in den Energiekreislauf zurückgeleitet wird. Angeblich spart man so 3000 MWh pro Jahr. Immerhin der Gesamtjahresstromverbrauch einer kleinen Ortschaft.

Und in Zukunft?

Bis 2020 will die Fernwärme 200 Megawatt Fernkälte installieren. 70 Prozent der Kälte werden aus Abwärme hergestellt, dazu kommt Energie, die mittels Absorptionskältemaschinen aus Abfällen gewonnen wird.


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