Fußball 

Die Frauen-WM und der sibirische Moschushirsch

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Armin Thurnher beobachtet statt Wolfgang Kralicek das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Wolfgang Kralicek interessiert sich nicht für Damenfußball. Ich auch nicht, habe mir aber das Endspiel der Weltmeisterschaft angesehen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass diese WM ein erfolgreicher Event war, denn zumindest in deutschsprachigen Zeitungen ist nie so viel über Damenfußball geschrieben worden wie jetzt. Die deutschen Qualitätszeitungen überboten einander mit Sonderteilen. Man brauchte das nicht mit der Qualität des gebotenen Fußballs in Verbindung bringen. Das Finale war immerhin spannend, und mit Japan gewann die Underbitch (Underdog wäre gendermäßig unangebracht). Die beste Ausrede seit langem las man auch. Die Nordkoreanerinnen, beim Doping erwischt, erklärten das gefundene Testosteron so: Beim Training habe sie der Blitz getroffen, gegen die Folgen des Blitzschlags habe nur eine spezielle Medizin, ein Drüsenextrakt eines gewissen sibirischen Hirsches geholfen. Da musste sogar Fifa-Präsident Blatter lachen.


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