Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

String-Schau

Kolumnen | Heidi List   | aus FALTER 29/11 vom 20.07.2011

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen

Am Meer bieten sich fantastische Vergnügungsbeschäftigungen an. Ermöglicht durch selbstbewusste Männer, die etwas tragen, was man Strap-String nennt. Ein Stück Stoff, kaum größer als eine Briefmarke, das mit zwei Gummibändern über den Sack gespannt ist. Meist in Neongrün oder Neongelb. Neonkackbraun gibt es auch, wenn man das sieht, empfiehlt es sich, die Augen ein wenig einzutropfen. Sie balancieren also das Teil auf dem Gemächt und produzieren nahezu unerträgliche Spannung für den Beobachter. Weil, man muss ununterbrochen hinschauen, auch wenn es noch so gruselig aussieht. Und ist fasziniert von der Technik. Jeden Moment ist zu erwarten, dass sich ein Ei seitlich rausbeult. Oder beide und dann lappt die Briefmarke nur mehr über dem Würstchen. Man macht sich bereit aufzukreischen. Aber es passiert nichts.

Die Herren räkeln sich, stehen auf, gehen ins Meer. Das obligatorische Situation-in-der-Hose-wieder-in-Ordnung-Bringen nach dem Schwimmen braucht in diesem Fall nur einen kleinen Fingerschnipp. Brauche keine Krimis mehr im Urlaub. Strap-String-Watching reicht völlig.


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