Eine Insel wird zum Kontinent

Christopher Wurmdobler | Lexikon | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Wiens Sommer-Hotspots, Teil 2: Die Donauinsel und die Afrika Tage, die dort stattfinden

Vergessen wir schnell die Schlagzeilen der Boulevardpresse, auf der Donauinsel gäbe es dauernd Raufereien. Vergessen wir Little Jesolo rund um die Reichsbrücke, die etwas abgemeldete Sauf- und Fressmeile mit jeden Abend Rambazamba. Die Donauinsel ist schön. Und dafür, dass es dieses künstliche Eiland zwischen echter Donau und dem sogenannten Entlastungsgerinne erst seit den 1980er-Jahren gibt, ist die Donauinsel sogar auch schön grün.

Dabei ist das stadtnahe, 21 Kilometer lange und bis zu 250 Meter breite Naherholungsgebiet nur ein Nebenprodukt des Wiener Hochwasserschutzes. Entstanden ist im Donau-Überschwemmungsgebiet das Entlastungsgerinne. Eleganter klingt Neue Donau: ein (fast) stehendes Gewässer mit (meist) guter Wasserqualität und vielen Möglichkeiten.

Vorbei sind die Zeiten, als der Wienmensch naserümpfend über "die Nackerten“ gelästert hat. Heute schnallt man sich acht Rädchen

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