Neu im Kino

Temporeich in 3D: "Cars 2“

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Das Szenario des ersten Teils umzukehren ist ein beliebter Inhalt für Fortsetzungen. So geschieht es auch bei "Cars 2“, dem Sequel des Pixarfilms von 2006, das in 3D in die Kinos kommt. Regie führte wieder John Lasseter.

Während es den Rennwagen Lightning McQueen im ersten Teil in das kleine Nest Radiator Springs verschlug, wo er sich geläutert niederließ, gibt es in "Cars 2“ wenig Land und viel Stadt zu sehen: Drei große Rennen führen McQueen und seine Freunde - allen voran Hook, der herzensgute, nicht ganz helle Abschleppwagen - nach Tokio, London und Italien.

Als der klassische Streit unter Freunden sich anbahnt, den Spannungsbogen zu füllen, kommt es anders, als man denkt: In einer Parallelhandlung kämpfen die beiden Agenten Finn McMissile und Holley Shiftwell - eine der dünn gesäten Frauenrollen - gegen eine internationale Verschwörung. In diese wird Hook hineingezogen, wodurch es zu einer Verschiebung der Hauptrollen kommt.

Mit fliegenden, schießenden und in Lebensgefahr geratenden Autos ergibt sich eine neue, auch brutalere Dimension im "Cars“-Universum.

Sehr amüsant spielt der Film mit einem Feuerwerk an kulturellen Details und Klischees, die in die Autowelt übertragen werden. Neben dem hohen Tempo der Spionagegeschichte kommt die Emotionalität ein wenig zu kurz. Zwar wird an der Männerfreundschaft McQueen/Hook gefeilt und Letzterer mit Selbstreflexion konfrontiert, doch eine tiefgründigere Message ergibt sich nicht.

"Cars 2“ bewegt so zwar nur marginal, macht mit seiner perfekten Animation in 3D und seiner überbordenden Detailverliebtheit aber eine Menge Spaß beim Zusehen.

Ab Fr in den Kinos (OF im Haydn)


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