Noch im Kino

"Larry Crowne“ ist nicht zu fassen!

Lexikon | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Wenn Tom Hanks am Ende dieses Films Julia Roberts die kleinste Küche der Welt zeigt, hat "Larry Crowne“ Ziel und Zweck erreicht. Dann hat der gekündigte Supermarktverkäufer seine Rhetoriklehrerin, die er im zweiten Bildungsweg kennengelernt hat, endlich zu sich nach Hause gebracht. Zuvor hat er sich von einer Studienkollegin ein neues Outfit verpassen lassen, ein Mofa zugelegt und mit seinem dicken Nachbarn das Prekariat diskutiert, als ob es ihn nicht beträfe. Ein perfider Optimismus legt sich über diesen Film, der vom Abstieg nichts wissen will, sondern nur vom Aufstieg in eine viel schönere Welt erzählt. Für Regisseur und Produzent Tom Hanks vermutlich ein politischer Film, der das Genre der romantischen Komödie für subversive Kritik an den Verhältnissen verwendet. Aber es stimmt schon: Am Ende zählt nur das Familieneinkommen. MP

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