Grimming, Grimming, unser Schicksalsberg

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Eine Schau im Schloss Trautenfels will ganz hoch hinaus

Er ist der Blickfang des Ennstals und identitätsstiftend. Nur wenige aber waren ganz oben am Grimming (2352 m).

Das Landschaftsmuseum im Schloss Trautenfels, es liegt am Fuße des Berges, widmet sich im Joanneum-Jubiläumsjahr 2011 - die Schau läuft aus Spargründen auch noch 2012 - dem Naheliegenden. "Der grimmige Berg“ ist der ambitionierte Versuch, die Bedeutung des "Mons Styriae altissimus“ umfassend darzustellen. Wobei "grimmig“ eine falsche Fährte ist: Im Bergnamen steckt grom, das slawische Wort für Donner.

Die Schau schöpft auch aus dem musealen Fundes. Da wird sowohl auf Texte des bisweilen problematischen Trautenfels-Begründers Karl Haiding (1906-1985) verwiesen, aber auch ein Grimming-Porträt des Malers Emmerich Millim (1909-1971) gezeigt. Seine NS-Vorgeschichte (siehe Falter 16/2008) wird nun auch deutlich referiert. Der stärkste Teil der Ausstellung ist aber jener, der sich mit der lokalen Alpingeschichte beschäftigt. Hier haben die Kuratoren eine Fülle an historischen Dokumenten, eindrucksvollen Fotografien und Objekten zusammengetragen, die von der Eroberung des Berges künden. Hier waren die Ennstaler auf der Höhe der Zeit. Deshalb sollte man die Schau sehen.

Schloss Trautenfels, bis 31.10.


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