Kommentar

Nach dem Krisengipfel: richtig gehandelt, aber leider wieder nur halb!

Finanzmarktkrise

Meinung | Kurt Bayer | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Ein Jahr nach dem ersten Hilfspaket für Griechenland haben die Euroländer nun erkannt, dass Griechenland teilentschuldet werden muss, um wieder auf eigene Beine zu kommen, aber auch, um die befürchtete "Ansteckung“ anderer Euroländer zu stoppen.

Das neue Paket enthält richtige Schritte: eine Beteiligung der Privatinvestoren (hauptsächlich Banken), eine Erweiterung der Instrumente des Eurorettungsfonds EFSF, etwa Staatsanleihen von betroffenen Ländern aufkaufen zu können, eine Senkung der verlangten Zinsen für EFSF-Kredite und eine Verlängerung der Laufzeiten der Anleihen. All das verringert die laufende Bedienung der über 350 Milliarden Euro "schweren“ griechischen Staatsschuld und schafft auch die Möglichkeit, vorsorglich tätig werden zu können. Dennoch werden die Griechen auf lange Zeit bluten.

Gleichzeitig - und das ist besonders wichtig - wird die EU ein Wachstumsprogramm für Griechenland auflegen, da allein mit Tourismus, ein wenig Schwerindustrie, Oliven und Reedern


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