Herrn Spindeleggers Gespür für Bildung

Kommentar: Philipp Blom | Meinung | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Wir brauchen keine verrückten Terroristen, die uns das Abendland zerstören. Das besorgen wir schon selbst

Es gibt Ideen von Politikern, die darf man nicht einfach schlucken - man muss sie sich auf der Zunge zergehen lassen, ganz langsam, damit einem keine Nuance entgeht. Vizekanzler Michael Spindeleggers Vorschlag, die Studiengebühren an österreichischen Universitäten nach Jobaussichten zu staffeln, sodass Fächer mit geringeren Berufsaussichten oder mit "wahnsinnig vielen Studierenden“ mehr kosten, ist so eine Idee.

Spindelegger geht es nicht um die ewig überinskribierten Fächer Jus oder Medizin, schon gar nicht um Wirtschaftswissenschaften oder Marketing. Die sind nämlich nützlich. Wie nützlich sie sind, beweist ja die gegenwärtige Situation des Euro und des globalen Wirtschaftssystems, das studierte Ökonomen, Juristen und MBA-Absolventen so virtuos entworfen haben, dass jetzt europäische Steuerzahler die Milliardenzinsen privater Banken zahlen, weil sonst gleich alles in

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