Wertungsexzess

Dolm der Woche: Johann Gudenus

Politik | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Straches Mann fürs Grobe kämpft gegen ein angebliches "Mörderhaus“ in Wien-Hernals

Sommerzeit ist Sauregurkenzeit für die FPÖ, also schnell neue Feindbilder schaffen. Seit zehn Tagen kampagnisiert der Wiener FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus gemeinsam mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gegen ein angebliches "Mörderhaus“. So nennt die FPÖ Resozialisierungsprojekte. Im konkreten Fall geht es um eine Wohngemeinschaft in Wien-Hernals für geistig abnorme Rechtsbrecher, die kurz vor ihrer Entlassung stehen. "Verhätschelung Krimineller“ nennt Gudenus das, die Kronen Zeitung zieht reflexartig mit.

Die FPÖ macht das nicht zum ersten Mal. 2004 protestierte Strache gegen den Bau eines ähnlichen Projekts in Wien-Meidling, das Justizministerium gab nach. Auch diesmal verlangt Gudenus die Schließung der Hernalser WG - mal sehen, ob VP-Justizministerin Beatrix Karl hart bleibt.


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