Was Murdoch mit unseren Medien zu tun hat. Warum der Falter nicht lockerlässt

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Rupert Murdoch, der scheinbar allmächtige Tycoon, gerät weltweit unter Druck. News of the World, sein handyhackendes Boulevardblatt, mag er zugesperrt haben. Es machte nur ein Prozent des Geschäftsvolumens von News Corp aus, aber der Skandal hat Murdochs Gegner ermutigt und gestärkt.

Murdoch und sein Sohn James wurden sofort von einem parlamentarischen Ausschuss vernommen, die Übernahme live übertragen. James Murdoch verstrickte sich in Widersprüche: Erst sagte er, er habe nichts gewusst. Sein ehemaliger Rechtsberater und ein ehemaliger Spitzenmanager hatten ihn jedoch per E-Mail informiert. Nun kann er nochmals vorgeladen werden.

Auch bei Murdochs Konkurrenzblatt Daily Mirror soll Phonehacking an der Tagesordnung gewesen sein. Triumphierend erkennt das chinesische Internetmedium People’s Daily das Dilemma der westlichen Presse: Es handle sich um keinen Ausrutscher, sondern um ein institutionelles Dilemma des Kapitalismus. Der Zwang, Geschäfte zu machen, habe die moralischen Ansprüche


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