Das Abc des strumpfsockigen Geistertanzes

Feuilleton | Reportage: Nicole Scheyerer | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Die grandiose Schau über den Lebensreformer Rudolf Steiner bietet auch Workshops über den Eurythmie-Tanz an

Zuerst mal locker machen: Die Übungen beginnen mit dem Schütteln des rechten Fußes. Die Eurythmielehrerin Maria Stern trägt keines der weiten, farbigen Gewänder, die die in der Schau "Rudolf Steiner. Die Chemie des Alltags“ im Museum für angewandte Kunst (Mak) gezeigten Tänzer bei ihren fließenden Bewegungen anhaben. Der einführende Workshop "Tanze deinen Namen“ aus dem Begleitprogramm zur Ausstellung findet normalerweise auf dem Rasen im Stadtpark statt. An diesem Regentag wundern sich nicht wenige Mak-Besucher, was der Kreis bestrumpfter Frauen in der Säulenhalle treibt.

Die Workshopleiterin erklärt den Entstehungsgedanken der eurythmischen Bewegungskunst. Die akustischen Wellen des Gesagten ließen sich zeigen, wenn Wörter in Rauch hineingesprochen werden. Der Lebensreformer Rudolf Steiner (1861-1925) interessierte sich für Bewegungsmuster, mit denen er Sprache,


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