Pornotussis und Äppärätschiks

Feuilleton | Rezension: Sigrid Löffler | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Aberwitzig futuristisch: Gary Shteyngart lässt in seinem neuen Roman die USA pleitegehen

Es scheint ganz einfach, einen Roman wie "Super Sad True Love Story“ zu schreiben. Benötigt werden ein bisschen Fantasie und aufmerksame Zeitungslektüre. Sonst noch was? Man sollte eine russisch-amerikanische Biografie haben, mit Herkunftsort Leningrad und Wohnort New York, und über viel jüdische Selbstironie verfügen.

Und man sollte sich einen Ruf als politischer Satiriker und Spezialist für den Kollaps von Supermächten erworben haben, etwa mit Romanen wie "Handbuch für den russischen Debütanten“ und "Absurdistan“.

Wenn all dies zutrifft, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen mit Shteyngarts drittem Roman, in dem die schöne neue Konsumwelt der digitalisierten Informationsgesellschaft von heute ins Aberwitzige gesteigert wird.

Der Autor kombiniert die tragikomische Liebesromanze eines Paares, das nicht zusammenpasst, mit einer ätzenden Satire auf den Niedergang der Weltmacht USA,


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