"I said no, no, no“

Feuilleton | Nachruf: Gerhard Stöger | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Das Leben der britischen Sängerin Amy Winehouse endete, wie es das Skript vorgesehen hatte

Amy Winehouse live in Wiesen!“ Es kam mehr als überraschend, als im Frühjahr das Österreichdebüt der britischen Soulsängerin für den 24. Juli angekündigt wurde. Schließlich war Winehouse in den vergangenen Jahren nahezu ausschließlich durch Skandalauftritte und intensive Selbstzerstörung aufgefallen.

Tatsächlich ist die Sängerin dann bereits beim Auftaktkonzert der Europatournee in Belgrad gestrauchelt: Sie bot ein Bild des Jammers, nach wenigen Liedern verließ sie die Bühne. Wenige Wochen später, genau einen Tag vor dem ursprünglich geplanten Konzert in Wiesen, wurde Amy Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden.

Es wäre heuchlerisch zu behaupten, dass einen diese Tragödie überrascht. Und es wäre zynisch zu sagen, dass man nicht dennoch schockiert sei. Obwohl - oder gerade weil - dieses Drama ein angekündigtes, ihre Karriere ein öffentliches Sterben auf Raten war.

Amy


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