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Feuilleton | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Kurz besprochen: die Liebe, die Sprache, die Nacktheit, der Mensch als Gott und das Handwerk

Linguistik

Guy Deutscher: Im Spiegel der Sprache. C.H. Beck, 320 S., € 23,60

Kann denn Wissenschaft Sünde sein? Guy Deutscher macht es möglich. Bei dem Linguisten dreht sich alles um die Beziehungen zwischen einer Sprache, der Lebenswelt, in der sie gesprochen wird, und dem Gefühls- und Denkvermögen ihrer Sprecher. Spiegelt sich die Kultur einer Gemeinschaft in ihrer Sprache wider? Oder ist es eher doch die Natur, die Weltbilder und Denken bestimmt? Warum hat Homer in seiner "Odyssee“ kaum Farbwörter verwendet, und wenn, warum so abwegige wie Weinrot für das Meer, Veilchenfarben für einen Hammel oder Grün für Honig?

Eines der rätselhaftesten Gedichte von Heinrich Heine über die Liebe zwischen dem schneebedeckten Fichtenbaum und der sonnenverbrannten Palme kann entzücken, aber warum funktioniert es überhaupt nicht in der englischen Übersetzung, wo es nur "the pine tree“ und "the


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