Faster, Pussycat!

Grill! Grill!

Stadtleben | Plädoyer: Ingrid Brodnig | aus FALTER 30/11 vom 27.07.2011

Lebensgefühl auf heißen Kohlen: In Wien wird Grillen neu erfunden. Wie und wo man’s macht

Wie Ameisen bepackt wandern sie von der U-Bahn-Station Neue Donau runter zum Ufer. Die Erste schleppt das Dosenbier, der Zweite trägt all das Essen, die Ripperln, das Gemüse, die Bratwürstchen, das Brot. Die Dritte schleppt den aufklappbaren Grill. Der ist nur so groß wie ein Werkzeugkisterl und innerhalb weniger Sekunden aufgestellt. Die Kohlen trägt auch einer. Fleißig.

Rauch steigt überall auf. Grüppchen von Menschen sitzen schon beisammen, essen, trinken, haben Spaß miteinander. Husch, schon brennt das eigene Feuer. Das Wichtigste ist natürlich der Anzünder, damit möglichst rasch eine heiße Glut entsteht. Und ein Stück Pappe, um sie wedelnd zu entfachen.

Am Grillplatz entlang des Ufers der Neuen Donau ist es fast schon absurd kitschig und schön. Man öffnet die erste Dose Bier, schaut aufs Wasser, in der sich die Abendsonne tausendmal widerspiegelt. Eine Entenfamilie mit flauschigem


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