Meinesgleichen

Hazeh Strache ist im Grunde ein folgsamer Kerl

Falter & Meinung | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Lehrreiches aus dem politmedialen Komplex. Vergangene Woche berichtete der Falter über einen Vorfall beim Heurigen, als FPÖ-Chef Hazeh Strache ein paar Mädchen zu sich heranwinkte, die das nicht goutierten und ihrer Entrüstung in einem Falter-Bericht von Nina Horaczek Ausdruck gaben. Man habe sie nicht mehr ins Lokal gelassen, nachdem sie Straches Einladung abgelehnt hatten. Von Securitys seien sie als "Nüttchen“ beschimpft worden, man habe die Polizei gerufen. Ein gemütlicher Abend eben, wie man ihn im Milieu kennt und schätzt (dabei ist Peter Westenthaler längst nicht mehr mit von der Partie).

Die FPÖ wiederum goutierte den Falter-Bericht überhaupt nicht und versuchte, ihn per Apa-OTS zu dementieren. OTS heiß Originaltext-Service, gegen Bezahlung sendet die österreichische Presseagentur Texte jedes Absenders an die Medien.

Die FPÖ titulierte den Falter in ihrer Aussendung als "linkes Hetzblatt“, worauf ich folgende OTS ausschickte: "Die heutige OTS 008 der FPÖ, Falter: Neuer journalistischer Tiefpunkt erreicht‘ bedarf einer Korrektur. Der Falter ist kein, linkes Hetzblatt‘, wie die FPÖ behauptet, sondern ein, Bolschewiken-Blattl‘, wie die Kronen Zeitung wiederholt festgestellt hat (zuletzt am 21. Juli). Herr Strache möge sich an die Vorgaben halten.“

Sofort korrigierte die FPÖ ihre OTS in unserem Sinn. Das sah wie eine witzige Reaktion aus, aber es zeigte: Bei Erwähnung der Krone hält sich Strache tatsächlich an die Vorgaben.


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