Kommentar

Erdung des Diskurs-kunsthimmels: die Rektorin Eva Blimlinger

Bildung

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Es war eine Überraschung, als die Historikerin Eva Blimlinger Ende April vom Senat zur neuen Rektorin der Akademie der bildenden Künste gewählt wurde - als Nachfolgerin des deutschen Kunsttheoretikers und Ausstellungskurators Stephan Schmidt-Wulffen, der auf eine weitere Kandidatur verzichtete (siehe auch S. 24). Denn zum einen arbeitet die Wienerin bei der Konkurrenz, der Angewandten. Zum anderen verhielt sie sich in den Postenrangeleien der Wiener Kulturinstitutionen bisher unauffällig.

Blimlinger übernimmt eine Schule, die in einem merkwürdigen Dilemma steckt. Einerseits kommen Studierende von überall, weil die Qualität des Lehrangebots - von der Malerei eines Daniel Richter bis zur Kunstgeschichte einer Sabeth Buchmann - bekannt ist.

Andererseits drangen in den letzten Jahren nur verdrießliche Töne aus dem Kunstpalazzo. Die Künstler und Künstlerinnen sahen sich von den wortgewaltigen Diskursschmieden und -schmiedinnen ins Eck gedrängt. Sie bemängelten, dass zu viel Geld


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