Kolumne  

Was lehrt uns Anders Breivik? Europas Multikulti ist nicht tot!

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Multikulti, vom politischen Mainstream totgesagt und von der äußersten Rechten wütend bekämpft, ist eine höchst lebendige Idee. Das zeigt die interkulturelle Solidarität, mit der Norwegen auf die Mordanschläge des Islamhassers Anders Behring Breivik reagiert. An der Spitze des ersten vieler Trauerzüge in Oslo: eine Pastorin und der zuständige Imam vor dem Bild der ermordeten 18-jährigen Bano Rashid aus einer kurdischen Familie. Drei Tage zuvor hatte Kronprinz Haakon die bekannteste Moschee in Oslo besucht. Ein Land, in dem die nationalistische Fortschrittspartei so viel Stimmen bekommt wie in Österreich die FPÖ, will auf den rechtsextremen Terror mit mehr Toleranz und Pluralismus reagieren.

Dabei gehörte es in Europa fast schon zum guten Ton, den multikulturellen Ansatz, oder was man darunter zu verstehen glaubt, zu verunglimpfen. Absolut gescheitert sei das Experiment des fröhlichen Nebeneinanders verschiedener Kulturen, so die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Großbritanniens

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