Ein brauner Königstiger und sein Rauchfangkehrer

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will seine Partei vom "braunen Ruß“ befreien. Ein ehrgeiziges Putzunterfangen

Es war der braune Ruß. Genau genommen seine Kontakte zum "braunen Ruß“, wie FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache sagte, die dazu führten, dass die FPÖ letzte Woche ihren Abgeordneten Werner Königshofer ausschloss. Der Tiroler, er nennt sich "Königstiger“ (so nannte die deutsche Wehrmacht ihr schwerstes Panzermodell), hatte nach den Anschlägen in Norwegen auf Facebook gepostet, die "islamistische Gefahr“ habe "in Europa schon tausendmal öfter zugeschlagen“. Weiters fiel ihm dazu ein, "dass jedes Jahr Millionen ungeborener Kinder schon im Mutterleib getötet werden“.

Dass Königshofer bald in einem Prozess gegen den Neonazi Gottfried Küssel und weitere Szenegrößen eine Rolle spielen könnte, erleichterte der FPÖ die Entscheidung, sich von ihm zu trennen. In dem Gerichtsverfahren soll geklärt werden, wer die Nazi-Homepage Alpen-Donau-Info betrieb. Dem Ex-FPÖ-Politiker


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