Ein kurzer Besuch in einem befreundeten Land

Politik | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Während die Kritik wegen der Affäre Golowatow anhält, verdichten sich die Hinweise auf eine russische Intervention

Bericht: Joseph Gepp

Die Donnerstagnacht zum 15. Juli verlief für die Beamten der Grenz-inspektion Schwechat nicht gerade erholsam. Glaubt man einem Polizeiprotokoll, läutete im Fünfminutentakt das Telefon. Staatsanwälte, Polizisten und Botschafter zerbrachen sich den Kopf, was mit dem russischen Offizier zu tun sei, der am Nachmittag zuvor mit dem Flug OS602 von Moskau gekommen war.

Die Nacht könnte noch Folgen haben. Das Unverständnis über Österreichs Verhalten in der Causa Golowatow reißt nicht ab. Vergangenes Wochenende forderte Ex-ÖVP-Vizekanzler Erhard Busek von jenen Ministern den Rücktritt, die die "todtraurige Angelegenheit“ verantworten, die Österreichs Ansehen schade (siehe Seite 9). Dazu kam Kritik von Ex-Nationalratspräsident Heinrich Neisser, Ex-EU-Kommissar Franz Fischler und Ex-EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber. Via Litauen erlangte sogar


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