Schauen und Staunen statt Drill und Disziplin

Politik | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Lektüre für Antitigermütter: Der kürzlich verstorbene deutsche Pädagoge Wolfgang Bergmann preist das soziale Lernen

Rezension: Heidi schrodt

Seit mindestens zwei Jahrzehnten lässt sich in vielen Ländern der westlichen Welt eine Tendenz zur Frühförderung von Kindern von kleinst auf beobachten. Sie kann gar nicht früh genug beginnen, ja, sogar für Embryos gibt man werdenden Müttern einschlägige Ratschläge mit auf den Weg. Säuglinge werden schon mit Musikförderprogrammen beglückt, Kleinkindern werden Fremdsprachen beigebracht. Kindergärten, die Mandarin anbieten, punkten neuerdings besonders - ein Trend, der zuerst in den USA geortet wurde und den man hierzulande vor zehn Jahren noch belächelt hatte.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht allzu verwunderlich, dass ein Buch, das ein kämpferisches Plädoyer für ein Mehr an pädagogischer Förderung darstellt, im Vorjahr ein internationaler Bestseller wurde. Die Rede ist von Amy Chuas "Die Mutter des Erfolgs“, das einer uns geradezu


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