Wieder gelesen 

Bücher, entstaubt

Politik | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Breiviks verrückte Welt, Teil eins

Nein, man kann Büchern nicht die Schuld geben an dem Blutbad, das der Norweger Anders Behring Breivik angerichtet hat. Aber mithilfe von Büchern kann man zumindest ein Stück der Welt nachvollziehen, in der sich potenzielle Massenmörder wie er aufhalten. Breivik hat sich in seiner Hinterlassenschaft - einer 1518-Seiten-Buchstabensuppe, die man nicht Manifest nennen sollte - mehrfach auf den in Oslo lebenden Publizisten Bruce Bawer und sein Werk "While Europe Slept“ bezogen. Bawer zieht darin Parallelen zwischen den europäischen Moslems des Jahres 2004 und der NS-Bewegung in den 30er-Jahren. Seinerzeit haben die liberalen Kräfte gegen die totalitären Braunhemden versagt, werden sich die Demokraten heute entschlossen genug gegen die vollbärtigen Nazi-Mullahs wehren?, fragt der Autor. Es ist nicht verboten, solche Schock-Vergleiche anzustellen, aber es muss auch nicht unbedingt wundernehmen, wenn dann ein verwirrter Geist auftaucht, der sich in der


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