Heimwärts

Schluss mit dem wunschlosen Unglück

Politik | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Die Autorin Maja Haderlap über die Kärntner Slowenen, deren Anliegen in Österreich lange ignoriert wurden

Ortsbesuch: Wolfgang Zwander

Der Kärntner wartet auf einen Erlöser von außen“, sagt die Schriftstellerin Maja Haderlap. Wenige Meter von ihr entfernt stehen neben einer Kirche drei wuchtige Kreuze auf einem Hügel, die an die Hinrichtung Jesus’ auf dem Berg Golgatha gemahnen. Haderlap wurde Anfang Juli mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet für ein Werk, das ebenfalls eine Art Passionsgeschichte erzählt. Ihr Roman "Engel des Vergessens“ handelt von den Schreckensbildern ihrer Kindheit und von einem eingefrorenen Postkriegszustand, der Kärnten in ein Jammertal verwandelt hat.

Eigentlich wolle sie, die Kärntner Slowenin, schon lange nicht mehr über die Vergangenheit sprechen, aber diese dränge sich einem einfach auf, weil die alten Konflikte zwischen den Volksgruppen noch immer das Land und seine Bewohner lähmen und blockieren, sagt sie. Um 1900 bekannten sich 75.000


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