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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Als iPhone-Besitzerin muss man sich genieren. Zumindest, wenn man an die Arbeitsbedingungen denkt, unter denen das Handy hergestellt wird. Der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn produziert die Handys. Die Firma zahlt ihren chinesischen Mitarbeitern nur einen Hungerlohn. Die müssen oft unzählige Überstunden machen, bis zur Erschöpfung arbeiten, nur um ein wenig Geld anzusparen. Vergangenes Jahr kam es zu einer Selbstmordserie. Mehr als ein Dutzend Foxconn-Mitarbeiter sprangen aus dem Fenster. Angeblich aus Verzweiflung.

Foxconn spannte damals Netze unter den Fenstern auf, um Herabstürzende aufzufangen und Suizide zu verhindern. Jetzt hat der Konzern eine neue Idee: Mitarbeiter sollen durch Roboter ersetzt werden, in den nächsten Jahren sollen eine Million Roboter zum Einsatz kommen. Das senkt die Gehaltskosten und hat einen weiteren Vorteil: Die Roboter werden wohl kaum aus dem Fenster springen, sollte es ihnen eines Tages zu viel werden.


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