Hallo, ich bin’s, deine inkompetente GIS

Medien | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Wie die Gebühreneintreiber des ORF Zigtausende Kundendaten verloren und das Desaster kleinredeten

Kundenbeschwerde: Ingrid Brodnig*

Wurden meine Daten gestohlen?“, fragte man als besorgte Kundin. "Nein, wurden sie nicht“, antwortete der Mitarbeiter der GIS. Noch am Montag vergangener Woche verbreitete die Servicehotline des Gebühreneintreibers falsche Informationen. Die eigenen Daten seien bei der Hackerattacke gegen die GIS nicht geklaut worden.

Was für eine Falschmeldung! Die Hacker hatten alles geschnappt, was zu schnappen war: Handynummer, Kontonummer, Wohnadresse, sogar das Geburtsdatum von Zigtausenden Gebührenzahlern. Wer in den letzten vier Jahren auf der Website der GIS Daten eingetragen hat, etwa den Fernseher anmeldete, kann sicher sein, dass die Infos nun auf fremden Rechnern liegen.

Schuld sind die Hacker von Anonymous, die die Datenbank knackten. Schuld ist aber auch die GIS. Sie hat ihre Website nicht genügend geschützt. Sie hat den Ernst der Situation anfangs heruntergespielt.


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