Der Enzn-Sepp allein gegen die Sprachlosigkeit

Feuilleton | aus FALTER 31/11 vom 03.08.2011

Dem Autor Josef Winkler wurde in Gmunden ein Fest ausgerichtet. Es führte den Autor bis an den Rand der Erschöpfung

Reportage: Sebastian Fasthuber

Josef Winkler ist nach vier Tagen, die sich allein um ihn, um seinen katholisch-bäuerlich-kärntnerischen Herkunftskomplex und seine jahrzehntelange literarische Auseinandersetzung damit drehten, am Ende seiner Kräfte. Doch einmal noch schwingt er sich Sonntagabend im Stadttheater Gmunden auf und zieht die Besucher mit einer Lesung aus seinem Indien-Bericht "Julius Meinl oder Leichenschleifen in Benares“ in seinen Bann.

Der im Stil einer Litanei gehaltene Text ist eine Beobachtung der Einäscherungsrituale am Ganges, wo Totenkult und alltägliches Leben aufeinandertreffen. Es ist, wie Winkler später erläuterte, allerdings weniger ein Indientext als "ein Buch über mich in Indien, im Duktus einer katholischen Litanei“.

"Der Enzn-Sepp: Vom verlorenen Sohn zum Indienfahrer“ titelte Sigrid Löfflers Festvortrag über den sprachmächtigen

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